2007
Shows
BOAT PEOPLE™ – Das Label ist schön
Burgtheater Wien, Kasino am Schwarzenbergplatz, 20. Januar 2007, danach im Repertoire


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Diese bislang letzte Show war eigentlich eher eine Art Theaterstück rund um mein neues Projektlabel BOAT PEOPLE™, das Kleider aus den in Billiglohnländern produzierten beliebten Babyoutfits einer weit verbreiteten schwedischen Textilkette erzeugt. BOAT PEOPLE™ verspricht »Hipness und Awareness zu garantiert unfairen Preisen«, weil das Label das Bewusstsein über ökonomische Prozesse in der globalisierten Welt quasi mitsamt all ihren Widersprüchen in sein Produkt einarbeitet. Es lädt potenzielle Käuferinnen dazu ein, bei HundM auf Schnäppchenjagd zu gehen und möglichst billige und weit gereiste Babyoutfits zu erstehen, um diese dann an BOAT PEOPLE™ zu schicken und sich daraus ein teures Designerstück fertigen zu lassen. Die Show bestand in der Präsentation der Musterkollektion der real existierenden Firma in den heiligen Hallen der Kunst, wobei SchauspielerInnen, Autor, Regisseur und Musiker an den Grenzen von Kunst und Werbung, Schauspiel und Modeln, Kritik und Konsum entlangbalancieren mussten.

Mit Sachiko Hara, Alexandra Henkel, Nicola Kirsch, Petra Morzé, Teresa Weißbach, Dietmar König, Djany Abeto und Susie Ramberger
BOAT PEOPLE™: Boat People Limited, Design: Lisa D., Text: Johannes Schrettle, Regie: Robert Lehniger, Musik: Wolfgang Schlögl, Raum: Viktoria Rautscher, Video: superjeans, Styling: Amelie Blendl, Dramaturgie: Sebastian Huber

Eine zweite Version auf der Grundlage dieses Abends, aber in anderer Besetzung und Regie wurde im Mai 2007 am PATHOS transport theater in Müchen realisiert und im Herbst zum Spielart Festival eingeladen.

 

2006
Shows
In der Sprache der ModeAusstellung mit Swetlana Heger
Haus am Waldsee Berlin: 19.01.-26.03.2006


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Mein Anteil an dieser Doppelausstellung bestand aus drei räumlich-installativen Umsetzungen der Shows »Grönland«, »Ladies Only« und »Bienen« sowie aus drei »Shops« mit Produkten und Bildmaterial der Projektlabels »Disaster Surfer«, »Global Concern« und BOAT PEOPLE™.


2004-2005
Shows
Global ConcernShow des gleichnamigen Labels mit zeitkratzer
transart festival Trento Italien, September 2004, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, Mai 2005


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Musik: zeitkratzer / Reinhold Friedl • Text: Wilfried Prantner • Licht: Andreas Harder

»Global Concern« ist eine Auskopplung und selbständige Weiterführung meines gleichnamigen Projektlabels aus der »Dry Clean Show«. Die gemeinsam mit zeitkratzer entwickelte und realisierte Show fand auf einem straighten Laufsteg mit klassischen Models statt und war durch drei Songs interpunktiert.


2003
Shows
Dry Clean ShowEine Modemesse in der Musik von zeitkratzer
steirischer herbst | Graz 2003, Listhalle Graz, 21.11.-26.11.2003


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Die »Dry Clean Show« war ein Auftragswerk des steirischen herbst Festivals für Graz 2003, Kulturhauptstadt Europas. Hauptprotagonisten der Messe waren drei erfundene Modelabels mit ethisch korrekter Mission: das Sportswearlabel »Disaster Surfer«, ein Hersteller von hippen Prothesen für Seuchen-, Hunger-, Mienenopfer; das Streetwearlabel »Limits unlimited, ltd.«, das seine Ware in Flüchtlinglagern mit Credibility aufladen lässt, und das naiv wohlwollende Couture Label »Global Concern«. Die Firmen wetteiferten mit Tanz, Songs, Supermodels und jeder Menge gutem Willen um die Gunst des Publikums.

Musik: zeitkratzer/Reinhold Friedl • Tanzchoreografie: Milli Bitterli • Text: Fridtjof Küchemann &  Wilfried Prantner • Bühne/Licht: Fabrizio Crisafulli • Dramaturgie: Wilfried Prantner


2001-2002
Shows
Ein Bild und sein SchattenKostüm für Jörg Schlicks gleichnamiges Ballett
steirischer herbst 2001, Volksbühne Berlin 2002


2001 reinszenierte mein Freund Jörg Schlick im Rahmen seiner Großausstellung »Gleich scheuen Hirschen in Wäldern versteckt zu wohnen« u.a. auch sein Mitte der 80er Jahre in New York uraufgeführtes Ballett "The Warrior" unter dem neuen Titel »Ein Bild und sein Schatten. Chronos und Freud« und bat mich das Kostüm dafür zu entwerfen. Der Tänzer agierte in einer Projektion von vier Bildern Schlicks, und das etwas an der klassischen Avantgarde orientierte Kostüm hatte die Funktion, die Projektion zu unterbrechen.
Tanz: Georg Blaschke, Einrichtung: Jörg Schlick, Musik: Andi Beit, Jörg Schlick, Kostüm: Lisa D.


2000-2002
Shows
BienenFashion Up-and-Downical
Bayerisches Staatstheater / Marstall, München, Sylvester 2000


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»Bienen« nahm die Kultur der damals gerade geplatzten New Economy aufs Korn und beschäftigte sich mit den fließenden Übergängen zwischen Arbeit und Freizeit, der sich modisch in der Umwertung von Arbeits- in Freizeitkleidung zeigt. Die »Models« – fast alles TänzerInnen und SportlerInnen – mussten dazu einen Parcour bewältigen, der sie aus einem 15m hohen Gerüstturm, der zugleich als Garderobe diente, über einen vertikalen Laufsteg auf einen Bartresen und an dessen Ende auf einen zweiten Gerüstturm führte, den sie am Ende per Rutschstange wieder verließen. So wurden, angetrieben von Wolfgang Mitterers verstörender elektronischer Live-Komposition und flankiert von An Mullers Videobildern erzwungener Freizeit (aka Arbeitslosigkeit), die verschiedenen Modezeichen und Kleidergenres als Teil eines einzigen Systems gedeutet, an dessen langer Leine wir alle hängen: lauter fleißige und kesse »Bienen«. Angesichts der vielen vertikalen Modenschauen, die ihr folgten, erwies sich diese Show, wie ich meine, als eine Art vorauseilende Parodie.

Mit: Laura Biger, Georg Blaschke, Israel Gutierez, Marion Hackl, Sandra Hofstötter, Franka Knieß, Caroline Lux, Tina Masatz, Holger Münchmeyer, Martina Pozega, Sabile Rasiti, Lucia Riccelli

Live-Komposition: Wolfgang Mitterer, Video: An Muller, Choreografie: Beda Percht, Raum: x-architekten, Styling: pop, Maske: Franziska Hartmann, Sicherungstechnik: Udo Kirchmayer, Martin »Mungo« Hanslmayr
Koproduktion: Bayerisches Staatsschauspiel/Marstall München, steirische kulturinitiative Graz, Lisa D. Productions Berlin

Weitere Auführungen: Graz, Berlin, Bozen, St. Pölten, Zürich


1998
Shows
Ladies OnlyModerevue auf ein Stück von einem Stück von Elfriede Jelinek
Jelinek Special, Salzburger Festspiele, Salzburg, und steirische kulturinitiative, Orpheum Graz 1998


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Diese Show entstand auf Einladung für das Jelinek Special bei den Salzburger Festspielen 1998. Ausgangspunkt dafür war ein Textteppich aus Elfriede Jelineks Stück »Krankheit oder moderne Frauen«. Der von Frauen auf der Straße satzweise eingesprochene Text diente z.T. auch als Partitur, nach der die Models liefen. Darüber hinaus produzierte Klaus Wagner eine herrliche Serie von direkt auf die Show komponierten Musiken. Neben Teilen aus der damals aktuellen Kollektion wurde die Show mit vielen eigens erzeugten bizarren Elementen – etwa aus Latex fabrizierter Hühnerhaut – verschiedenen Fundstücken und Teilen aus dem Fundus bestritten. Reizvoller Widerpart für die rabiate Modezerlegung war auch das Salzburger Festspielpublikum, unter dem sich u.a. Bianca Jagger und Frau von Karajan befanden.
Elemente aus dieser Revue wurden 2005 in meinem Beitrag zum Fest des Wiener Burgtheaters anlässlich der Verleihung des Literatur-Nobelpreises an Elfriede Jelinek wiederverwendet.


1996
Shows
GrönlandModeschau auf Wolfgang Mitterers Modemusik 1
musikprotokoll in steirischen herbst, Orpheum Graz 1996


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»Grönland« entstand 1996 für das musikprotokoll, Graz, ein klassisches Festival für neue Musik, bei dem in diesem Jahr um das Thema »Camouflage« ging. Die Show wurde auf die Musik von Wolfgang Mitterer entwickelt. Die Models mussten sich dazu auf einer Fläche aus großen Eisblöcken bewegen, die nicht nur rutschig war, sondern auch sowas wie eine Projektionsfläche vorstellte, auf der alles mögliche passieren konnte. Die Show legte sich sozusagen als schicke, glatte Tarnung über Mitterers komplexe Musik, wurde von dieser aber auch angesteckt. Bestückt war sie großteils mit der damals aktuellen Lisa D Herbst/Winter-Kollektion.
Eine leicht veränderte Version wurde noch im selben Jahr im Tränenpalast in Berlin gezeigt, eine stärker veränderte mit teilweise neuer Musik und ganz anderen Modellen unter dem Titel »Die dritte Schicht« 1999 auf dem Platz des Wiener Eiskunstlaufvereins im Rahmen des Musikfestivals »Wien Modern« (die wurde leider ziemlich brutal von Wind und Regen zerzaust).


1995
Shows
Ein Mantel führt eine Dame spazierenShow
Premiere: Kulturbrauerei Berlin 1995


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Show mit Abendroben aus ausrangierten Militärmänteln, designt von Next G.U+R.U Now, Rossbander, Darja Richter und Lisa D., Musik: Klaus Wagner, Ausstattung/Licht: Henning Streck/Orph Theater. Weitere Aufführungen im Bayerischen Staatstheater / Marstall München 1996, steirische kulturinitiative / Orpheum Graz 1996


1994-1995
Show
Siegfrieds Lust: Tarnung und TäuschungMänner-moderevue zus. mit Fiona Bennett
Bar jeder Vernunft, Berlin 1994 und Bayerisches Staatstheater / Marstall München 1995



mit: Otto Sander, Flatz, Cora Frost, Rolf Zacher, Ralf Herfurth u.a.m. Musik: Klaus Wagner Die Show entstand auf Anregung der Bar-jeder-Vernunft-Crowd, doch einmal etwas für und über Männer zu machen. Das Ergebnis war dann nicht unbedingt umwerfende Männermode, aber ein erheiternder Abend mit herrlich selbstironischen Kerlen.


1994
Shows
Plötzlich öbszön, der FliederModeperformance zusammen mit Fiona Bennett
Bar jeder Vernunft, Berlin 1994


Mit dieser Show nach einem Gedicht von Lioba Happel machten Fiona und ich unsere ersten Gehversuche außerhalb der totalen Off-Szene. Es war die Zeit, in der in der Bar jeder Vernunft gerade an der legendären Aufführung des »Weißen Rössl« gebastelt wurde, in deren Umfeld dann im selben Jahr auch die Männerrevue entstand.


1992
Shows
Gans in Weißzusammen mit Fiona Bennett
Alte Seifenfabrik, Brunnenstraße 196, Berlin 1992


Performance in unserem damaligen Domizil, einer ehemaligen Seifenfabrik in der Brunnenstraße. Die weißen Abendkleider, mit denen die Models und Freundinnen dabei durch 50 cm hoch liegende Federn wateten, entstanden für die im selben Jahr von Fiona und mir gestaltete Jubiläumsfeier des deutschen Playboy. Diese Feier hat dann übrigens den Erwartungshorizont der männlichen Festgäste dermaßen überschritten, dass die Leitung der Zeitschrift ausgewechselt wurde.


1990-1991
Shows
Mode in der Geisterbahnmit Fiona Bennett u.a.
Show in verschiedenen Geisterbahnen in Berlin, Klagenfurt und Hamburg


»Mode in der Geisterbahn« war eine Show, bei der nicht die Mode am Publikum, sondern das Publikum an der Mode vorbeidefilierte. Die Models in bizzaren Outfits und lebenden Bildern von Fiona Bennett, Lisa D. und Judith Förster traten an die Stelle der Geisterbahngeister auf Rummelplätzen in Berlin, Klagenfurt und Hamburg. Das Publikum konnte sich an den Abgründen weiblicher Selbstinszenierungen ergötzen.